Herr der Ringe online

by Vash 8. Januar 2008 22:16

Die Vermarktung von gutgehenden Labels ist ja sehr beliebt. Aus purer Neugier dachte ich mir, HDRO*, wäre vielleicht einen Blick wert. Aus einem Blick wurden mehrere, und zwar auf Fortschrittsbalken: Nachdem man eine bescheidene 7GB Demo-Installationsversion heruntergeladen hatte, gab es auch schon einen Stand-Alone Patch zum herunterladen.

Kein Thema, das ist man ja gewohnt. Die Frage ist aber eigentlich: Was zur Hölle wird da gepatched wenn man eine 1GB Patchdatei installieren muß. Für eine Demo - ich glaube da ist kein großer Unterschied zwischen Demo und Vollversion. Dann endlich der Login - Screen ...

Halt Stop ...

das war nicht der Login Screen sondern der Auotmatische Updater der jetzt seinen Dienst verrichtet. Gehässig wie ich bin (immerhin will ich ja wissen ob bei einem Mißgeschick das Spiel auch noch Spielspaß bewahrt) habe ich den Updater per Schließen Button beendet.

Die Fehlermeldung dass er abgestürzt sei ließ mich unbeeindruckt, ich wollte ja dass das Programm aufhört zu arbeiten. Weit gefehlt: Eine schnelle Wiederaufnahme des Updates war nicht denkbar, das Programm hängt fortan beim Update.

Fazit: Das Spiel mag noch so gut sein, wenn es den Spielspaß bereits VOR dem Spielen erstickt, dann sollte man besser die Finger davon lassen. Welches Betriebssystem ich nutze? Ob ich Virenscanner deaktiviert habe?

Hey, ich will hier keine Realtime Anwendung zur Berechnung von Spaceshuttleeintrittswinkeln in die Erdatmosphäre bei unterschiedlichen Höhen gleichzeitig berechnen! Ich will spielen und das es andere Betriebssysteme als Windows XP SP2 gibt, dass sollte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. Und das Firewall und Antivirussoftware einen gewissen Grundschutz versprechen und nicht einfach so deaktiviert werden sollten versteht sich doch wohl lange nach der Michelangelo-Panik immer noch nicht von selbst.

Ich werde für den Rest des Abends wieder ein gutes altes Buch zur Hand nehmen - Herr der Ringe offline - deutsch, Version 1.0, gleich beim ersten Release ein funktionierende Version ... hihi

*siehe Überschrift

Tags: ,

Spiele

Fingerdinger

by Vash 14. September 2006 00:01

Anm. d. Admin: Artikel im Original v. "esper"

Also, man macht sich ja so seine Gedanken...

Insbesondere, wenn man jeden Tag knapp neun Stunden in der Fabrik steht und an irgendeiner stinkenden, dröhnenden, die Luft mit geschmolzenem Plastik verpestenden, die Umgebung gnadenlos aufheizenden Spritzgussmaschine steht und völlig verblödende, sinnlose Sisyphus-Fronarbeit zu verrichten gezwungen ist, für die man noch nicht mal Kohle bekommt, die man dann auch behalten und selbst ausgeben könnte. Wofür ausgeben ist klar, wie Utz´ Kommentar verdeutlicht.
Und wie man dann so dasteht mit dem Versuch, das Austrocknen des Verstandes so lange wie möglich hinauszuzögern, da treffen die Gedanken vom Hundertsten über´s Tausendste unweigerlich auf Nintendos Neue, und das mehrmals am Tag! Und dabei rückt dann natürlich schnell der Controller in den Mittelpunkt.

Was ich mir dazu in den letzten Woche so alles habe durch den Kopf gehen lassen würde hier sämtliche Rahmen sprengen, aber einen Gedanken will ich mal schnell ansprechen.
Der Contoller ist in dieser Form neuartig und sehr viel verheißend, klar. Und doch, meines Erachtens stellt er nur einen Zwischenschritt dar. Einen Zwischenschritt in Richtung Eingabeinterface, dem wohl das, was man unter dem bizarren Begriff "Datenhandschuh" verstehen mag, noch am nächsten kommt. Das ist der nächste logische Schritt, und ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, die Entwickler Nintendos hätten den gerne unternommen, wäre das im aktuellen Rahmen möglich gewesen. Wer weiß schon, welche Prototypen bei denen im Keller so herumliegen.
Die Überlegung ist ganz einfach: man nehme eine Hardware, die in der Lage ist, statt vier vierhundert solcher Controller und deren Positionen im Raum einzeln zu erfassen, und zwar millimetergenau, verkleinere diese Controller dann stark und integriere sie in eben so einen „Handschuh“, sodass selbst kleinste Bewegungen einzelner Finger registriert werden können. Abgesehen davon, dass man bei der Gelegenheit auch durchaus einzelne solcher „Mini-Positionserkenner“ gleich überall am Körper anbringen und dann damit komplettes Motion-Capturing durchziehen, und so zum Beispiel dem Prügelspiel-Genre neues Leben einhauchen könnte, ist klar, wozu so eine im Raum registrierte Hand, oder auch beide, imstande wäre. Welche schier unbegrenzten Möglichkeiten sich so für Unterhaltungssoftware ergäben, überlasse ich der Fantasie des geneigten Lesers…

 

Ich zweifele nicht daran, dass so was im Grunde technisch machbar wäre. Mal sehen, wann es erschwinglich sein wird, kommen wird es ganz bestimmt. Bis dahin gibt´s dann ja vielleicht auch lockerleichte 3D-Brillen, die sich im Tragekomfort von normalen nicht unterscheiden… kombiniert mit den Positionssensoren könnte man sich dann natürlich auch problemlos per Kopfbewegung „umsehen“ und und und, fragt sich nur, ob das Zocken dann nicht zu anstrengend wird.

 

Nun dürfen wir gespannt sein! Denn, wer weiß, vielleicht ist, was mit dem Wii-Controller bisher so demonstriert wurde, alles nur fake und Sony-Nachahmungsabteilung-total-Verarsche, und Nintendo packt jeder Konsole zwei Wiimote-Handschuhe mir rein?

 

Nun, eins ist sicher: Fabrikarbeit scheint die Fantasie zu beflügeln! Bis dann das Hirn aussetzt…

 

Tags:

Spiele

Powered by BlogEngine.NET 1.5.0.7
Theme by Mads Kristensen


Die von mir erstellten Inhalte des Blogs unterliegen, sofern nicht anders vermerkt, der Creative Commons-Lizenz. Eine Ausnahme bilden alle verlinkten Medien die nicht durch mich erstellt wurden und ggf. nur verlinkt wurden. Falls Sie nicht sicher sind ob Sie das Bild nutzen dürfen, erreichen Sie mich über das Kontaktformular.

Creative Commons License

Sofern Sie Ihre Persönlichkeitsrechte oder Urheberrechte durch eines der verlinkten Medien verletzt fühlen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Falls Sie eines der Medien in besserer Qualität benötigten, schreiben Sie mich bitte direkt an. Sie möchten noch mehr über mich wissen? Dann besuchen Sie die Homepage von Alexander Schwoch.