by Vash
21. März 2007 12:17
Sie sind mit einem Flugzeug von Berlin nach Mannheim geflogen - zumindest behauptet dies ein Artikel des Mannheimer Morgens. Daraus wollen wir Ihnen noch keinen Strick drehen.
Allerdings lastet folgende Aussage schwer auf meinem Gemüt, denn ich glaube Ihnen nicht, wenn Sie sagen:
Bei mir ging es diesmal nicht anders, sonst hätte ich nicht zu unserem Gespräch nach Mannheim kommen können.
Warum ich das nicht glaube kann ich Ihnen sagen: Ein Interview läßt sich durchaus auch per Telefon erledigen. Moderne Kommunikationsmittel ermöglichen dies kostengünstig über das Internet abzuwickeln - auch verschlüsselt, damit keiner das Interview hört bevor er sich wünscht es niemals gelesen zu haben. Auch eine Videokonferenz (man sieht dabei den Gesprächspartner auf dem Bildschirm - wie im Fernsehen, genau!) hätte der Umwelt Ihren CO2 Ausstoß erspart.
Ich möchte hier nicht beziffern wieviel Kerosin pro Sekunde auf dem Weg von Berlin nach Mannheim verbrannt worden sind. Besonders dramatisch ist die Tatsache, dass dieses persönlich geführte Interview nun wohl die meisten Menschen in Textform zu Gesicht bekommen, was auch den Austausch der Gedanken in Briefform ermöglicht hätte. Dass sich Politiker im Sparen nicht auskennen, glaube ich schon. Andererseits hätten die Kosten für das Interview (Ihre Gage, die zeitlichen Unkosten des MMs mal ausgenommen) sich gut und gerne auf 2,20€ beziffern können.
Da habe ich aber doch noch eine Frage: Wer hat eigentlich den Flug bezahlt, die umweltverachtenden Käufer des Mannheimer Morgens oder die Steuerzahler? Unabhängig davon wer gezahlt hat, möchte ich Sie doch bitten in Zukunft auf Flüge zu verzichten und sich auf klassische Kommunikationstechniken zu beschränken - richten Sie doch mit Hilfe dieser Dosen ein Dosentelfon ein:
So sparen Sie Sprit und recyclen gleichzeitig noch ein paar nicht-biologisch-abbaubare Abfälle. Danke.